Like2be

Entwickler/Publisher: Gentle Troll Entertainment/LerNetz (im Auftrag des IZFG, Universität Bern)

Erscheinungsjahr: 2016

Plattform: Browser (plattformübergreifend)

Das Browser-Spiel like2be wurde 2016 von Gentle Troll Entertainment in Kooperation mit LerNetz für das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung IZFG an der Universität Bern entwickelt. Ziel ist es, Jugendlichen spielerisch zu vermitteln, mit welchen Geschlechtsstereotypen bestimmte Berufsfelder oftmals noch behaftet sind und ihnen gleichzeitig weniger bekannter Berufe aufzuzeigen.

Bei like2be übernehmen die Spieler*innen die Rolle einer Person bei der Jobvermittlung. Dort haben sie den Auftrag, für eine Anzahl von offenen Stellen die passende Besetzung aus eingeschickten Bewerbungen zu finden.

Die Stellenangebote rangieren von Lehrstellen für Schüler*innen bis zu Jobs für hochqualifiziertes Personal und umfassen sowohl Anforderungen des Stellenprofils (in Stichpunkten) als auch die Vorzüge der Stellen für die Bewerber*innen. Die Bewerbungen sind übersichtlich aufgeteilt in drei Reiter - Daten, Qualifikationen und Wünsche. Sie enthalten unter anderem die Felder "Grund der Stellensuche", "Ausbildung", "Kreativität", "Teamfähigkeit" sowie Aspekte wie "geregelte Arbeitszeiten" und "Teamgröße". Die Felder der Bewerbungen sind jedoch komplett leer und müssen durch die Spieler*innen erst abgefragt und dann mit den Angaben der Stellenangebote abgeglichen werden. Aus diesem Grund sind die Bewerbungen auch nicht wie traditionelle Bewerbungen dargestellt, sondern in Stichpunkten auf Clipboards präsentiert.

Dabei unterliegen die Spieler*innen jedoch Zeitdruck. Jede Abfrage kostet wertvolle Zeit ihres Arbeitstags. Werden Personen unpassenden Stellen zugeordnet, kommen sie unzufrieden wieder zurück, sodass der Stapel an unvermittelten Bewerbungen immer größer wird. Gleichzeitig droht den Spieler*innen die Kündigung, wenn sie nicht genügend Stellen vermitteln.

Pädagogische Einsatzmöglichkeiten:

Für den Einsatz im Unterricht haben die Herausgeber umfangreiches Begleitmaterial veröffentlicht. So eignet sich etwa das sogenannte Berufsnetz, um die eigenen Wünsche und Vorstellungen mit möglichen Berufen abzugleichen. Auf diese Weise können auch unbekanntere Berufsbilder interessanter werden. Dazu gehören außerdem Themen- und Materialkarten zu den Feldern "Vielfalt der Berufswelt", "Stereotype Berufsbilder" und "Lebensläufe & Berufswege". Auf diese Weise kommen sie spielerisch mit eher unbekannten Berufen in Berührung, recherchieren selbständig auf Plattformen zur Berufsberatung und können die Ergebnisse dieser Einzelarbeit dann in gemeinsamen Diskussionen reflektieren. Teil dieser Reflektion kann auch sein, geschlechtsstereotype Wahrnehmungen bestimmter Berufe zu besprechen. Gibt es Berufe, die für die Schüler*innen nicht in Betracht kommen? Wenn ja, woran liegt das? Gibt es ihrer Meinung nach Erwartungen in ihrem Freundeskreis oder ihrer Familie, die dazu beitragen? Das Besprechen dieser und ähnlicher Fragestellungen kann dabei helfen, Schüler*innen den bestmöglichen Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen.

Das Spiel kann komplett kostenfrei gespielt werden und eignet sich vor allem für die 7. und 8. Klasse, in der oftmals die ersten konkreten Überlegungen zur Berufswahl erfolgen.

Pädagogische Einsatzmöglichkeiten: Wissensvermittlung, Reflektion, Berufsorientierung, Gendersensibilität, Recherche (Online- und/oder Umfeld)

Preview

Like2be

Das Browser-Spiel like2be hilft Jugendlichen, ihre Vorstellungen der eigenen beruflichen Zukunft zu reflektieren und auf weniger bekannte Berufsfelder aufmerksam zu werden.