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Gamescamp: Ethik und Games

Im Rahmen des Projekts „Ethik und Games“ wurden zwei Barcamps bzw. Gamescamps zur Auseinandersetzung mit ethisch-moralischen Fragestellungen in der digitalen Spielekultur angeboten. In Kooperation mit der Akademie der Kulturellen Bildung und dem Spieleratgeber-NRW setzten sich in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt ca. 70 14 bis 21-jährige Jugendliche an zwei Wochenenden kritisch und kreativ u.a. mit möglichen Wirkungen von digitalen Spielen, dem Jugendschutz, dem Thema Tod in Games, Sexismus und moralische Dilemmata im Spiel oder den Verkaufsstrategien in der Games-Branche auseinander.

Ein Barcamp zeichnet sich durch einen höchstmöglichen Grad an Partizipation der Teilnehmenden aus. Im Gegensatz zu klassischen Konferenz- oder Tagungsformaten können die Teilnehmenden ihre Expertise kontinuierlich einbringen. Sie nehmen nicht nur teil, sie gestalten aktiv mit. Elementarer Bestandteil des Formats sind die sogenannten Sessions, die vor Ort vorgeschlagen und bei ausreichend Interesse durchgeführt werden. In der Regel sind dies moderierte Diskussionsrunden, Kurzvorträge, Workshops mit einer Länge von 45 Minuten.

Das Gamescamp – als eine besondere Form des Barcamp – wird seit 2011 von einem Netzwerk aus medienpädagogischen Akteur*innen in Deutschland zu Themen der digitalen Spielekultur angeboten. Finanziert wurde es bislang zu einem großen Anteil von der Bundeszentrale für politische Bildung. Wechselnde lokale Träger*innen und Institutionen haben die Organisation vor Ort übernommen. Auf einem Gamescamp bringen sich die Teilnehmenden ebenfalls über Impulse, Vorträge und Diskussionen selbst ein, lernen neue Spiele kennen und tauschen sich über Games und anderes aus. Das Spielerlebnis kommt dabei nicht zu kurz. Am ersten Abend bietet eine Welcome-LAN den Teilnehmenden die Möglichkeit, Teams zu bilden, gemeinsam ins Spiel zu kommen und sich in Form eines Turniers untereinander zu messen. Des Weiteren werden verschiedene Spielstationen aufgebaut, an denen immer wieder neue Spiele entdeckt, VR-Geräte ausprobiert oder Spieleklassiker gespielt werden können.

Das Format „Gamescamp“ ist ein partizipatives medienpädagogisches Angebot, das sich insbesondere für die offene Kinder- und Jugendarbeit eignet. Es kann sowohl über ein Wochenende als auch nur an einem Tag durchgeführt werden. Das Angebot hat einen hohen Lebensweltbezug, folgt der Idee, Jugendliche dort abzuholen wo sie stehen und fördert zeitgleich die Expertise der jungen Menschen. Es bietet sowohl innovative neue Lehr- und Lern- als auch (medien-)pädagogische Frei- und Spielräume für die Persönlichkeitsentwicklung.


Weitere Informationen und Bilder zu den Gamescamps "Ethik und Games" und dem bundesweiten Gamescamp sind hier zu finden:

  • Weitere Informationen und zwei kurze Info-Videos mit Statements von Teilnehmenden zum „Gamescamp“ und „Gamescamp United“ werden auf folgender Seite bereitgestellt: gamescamp.clans.de
  • Unter der Überschrift „Jugend-Barcamps: Ressourcen, Texte, Tools“ finden Sie hinter dem angegebenen Link hilfreiche Informationen und Unterstützung zur Durchführung von (Jugend-)Barcamps: jbc.medialepfade.de

Die beiden Gamescamps "Ethik und Games" 2016 und 2017 sind im Rahmen des vom BMFSFJ, der bpb und des MKFFI NRW geförderten Projekts "Ethik und Games" an der TH Köln entstanden.

Projektdetails

Projekt-Ziele

Medienwissen, Mediennutzung, Mediengenuss, Medienkritik, Medienethik, Soziale Kompetenz

Zielgruppe

Jugendliche, Erwachsene, Pädagog*innen, Multiplikator*innen

Praxisfelder

OKJA, Freizeit

Pädagogische Besonderheiten

Peer-to-Peer

Benötigte Materialien

Moderationskoffer, Flipchart, Pinnwand, Stifte und Papier

Technische Hilfsmittel

Computer, Anwendungssoftware, Spielekonsole, Spielesoftware, Tablet, Apps, Beamer, Lautsprecher

Projekt-Autor*in

Institut Spielraum

Institut Spielraum - Medienpädagogik in der digitalen Spielekultur


angelegt an der:

TH Köln
Forschungsschwerpunkt Medienwelten
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Projekt: "Ethik und Games" (2016-2018), gefördert von BMFSFJ, bpb und dem MKFFI NRW.

Ansprechpartner*in: Maike Groen

Kontakt: spielraum@th-koeln.de

Webseite: http://th-koeln.de/spielraum

Autor*innen ohne Profil bei Digitale-Spielewelten.de

Jürgen Sleegers

Institution

TH Köln / Spielraum

Anbieter*innen-Webseite: http://th-koeln.de/spielraum

Projektlizenz

Creative Commons

Der/die Autor*in hat dieses Projekt unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich. Das bedeutet, dass Sie das Projekt mit wenigen Einschränkungen nutzen und ggf. weiterveröffenlichen dürfen.

Die Lizenzbedingungen, unter denen dieses Projekt und dessen Materialien genutzt werden dürfen, stehen online zur Einsicht bereit.

Hier geht es zu den Lizenz-Informationen.

Gefördert von

Bundeszentrale für politische Bildung

MFKJKS NRW

BMFSFJ
In Kooperation mit

TH Köln