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Digitale Helden und ihre Geschichten

Games erzählen Geschichten. Games-Heroes erleben Abenteuer. Und Spieler*innen erleben sie gleich mit. Wie können Geschichten, Abenteuer und das Erlebte in Projekten mit Gamern, gleich welchen Alters, aufgegriffen werden? - Ein interdisziplinärer Ansatz an der Schwelle von Medien-, Spiel-, Erlebnis- und Theaterpädagogik mit Exkurs in die Game-Studies rings um Story-Telling, Literaturpädagogik und Medienrezeption.

In der Fortbildung "Digitale Helden und ihre Geschichten" an der Akademie Remscheid wurden innovative Ansätze für Projekte in der Kinder-, Jugend-, Kultur- und Bildungsarbeit vermittelt. Ausgehend von DER Videospiel-Ikone Mario werden Zielgruppen animiert, sich mit Spielgeschichten auseinander zu setzen, neue Geschichten zu erfinden und digitalen Held*innen reales Leben einzuhauchen:

Super Mario rettet Spiel um Spiel das Leben von Prinzessin Peach, die sich immer und immer wieder vom bösen Bowser entführen lässt. Wenn Mario erfährt, dass Peach mal wieder entführt wurde, verspürt er kein Déjà-vu und hat keine Lust dazu – nein er sprintet los, springt über Berge und Schluchten, sammelt Münzen und Pilze, zerstößt für seine Angebetete Mauern mit dem Kopf, bis er endlich Bowser zu besiegen versucht. Kein Zögern, kein Hadern stellt sich bei ihm ein, obwohl er Spiel um Spiel eigentlich das Gleiche erlebt. - Da tun sich Fragen auf, wie zum Beispiel was Mario, Peach und Co machen, wenn die Konsole dann mal aus ist …

Was wissen wir denn überhaupt über Mario? Zunächst wird zusammen getragen, was die Teilnehmer*innen über Mario wissen: Er hat Migrationshintergrund (Italiener), einen Bruder namens Luigi, ist Klempner, vermeintlich in Prinzessin Peach verliebt, kann Kart-Fahren, kann schnell rennen und springen, das ggf. auch nur unter Drogen-Einfluss (Pilze) oder zumindest dann besser, hat einen praktikablen Kleidungsstil (rote Schirmmütze, weiße Handschuhe, blaues Shirt und rote Latzhose) und er beherrscht nur rudimentär die Sprache seiner Wahlheimat: "Mamma Mia!" oder "Its-a-me-Mario!".

Im Anschluss werden Schnittstellen gesucht, die virtuelles Spiel und reale Spielerlebnisse miteinander verbinden: Eigene Held*innen werden mit Hilfe eines Charakter-Bogens (Pen- und Paper-Rollenspiele) kreiert, Super-Helden-Fähigkeiten erwürfelt und eine Biografie ersponnen, typische Games-Inhalte nachgespielt (Domino-Bahn-Kettenraktion, Softball-Ego-Shooter, Kim-Spiele, Impro-Theater), Avatare im Generator erstellt, neue Spiel-Geschichten erfunden, ein Foto-Shooting mit 'Games-Heroes in der realen Welt' umgesetzt, Campbells Heldenreise auf Games übertragen, eine Bildergeschichte der Heroes mit dem Kamashibai erzählt, Huizinga's "Homo Ludens" auf Games angewendet, Csikszentmihalyi's "Flow" thematisiert oder "Immersion" besprochen.

Und dann war da noch: Pilzkönigreich? Wie werden Männer und Frauen in Games dargestellt? Wie sieht Marios Wörterbuch aus?

Details? Einfach mailen.

Projektdetails

Projekt-Ziele

interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Games (Spielpädagogik, Theaterpädagogik, Medienpädagogik)

Zielgruppe

Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen, Eltern, Lehrer*innen, Pädagog*innen, Studierende, Multiplikator*innen

Praxisfelder

Kindertagesstätte, Schule, Offener Ganztag, OKJA, Freizeit, Familie, Studium

Pädagogische Besonderheiten

Intergenerativ, Interkulturell, Gender

Benötigte Materialien

Moderationskoffer, Flipchart, Pinnwand, Bastelmaterialien, Stifte und Papier

Technische Hilfsmittel

Computer, Spielekonsole, Fotokamera

Projekt-Autor*in

Horst Pohlmann

Horst Pohlmann ist Dozent für Kulturelle Medienbildung, Jg. 1971, Dipl.-Sozialpädagoge, MedienSpielPädagoge (M.A.).Bis 2006 arbeitete er bei der Fachstelle Medienpädagogik / Jugendmedienschutz des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln. Von 2007-2015 war er Co-Leiter von „Spielraum - Institut zur Förderung von Medienkompetenz“ im Institut für Medienforschung und Medienpädagogik an der TH Köln. Seit April 2012 hat er die Leitung des Fachbereichs Medien an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW mit Dozentur für Kulturelle Medienbildung inne. Darüber hinaus koordiniert er den Weiterbildungsstudiengang "Handlungsorientierte Medienpädagogik" (HOMP) der Donau-Universität Krems und der TH Köln in Kooperation mit der Akademie der Kulturellen Bildung.

Ansprechpartner*in: Horst Pohlmann

Kontakt: pohlmann@kulturellebildung.de

Webseite: http://www.kulturellebildung.de

Institution

Akademie Remscheid für kulturelle Bildung e.V.

Akademie Remscheid
Fachbereich Medien
Horst Pohlmann
Küppelstein 34
42857 Remscheid
Telefon: +49 (0)2191-794-260
E-Mail: pohlmann@akademieremscheid.de

Anbieter*innen-Webseite: http://www.akademieremscheid.de

Projektlizenz

Der/die Autor*in hat zu diesem Projekt und dessen Nutzung keine Lizenzangaben gemacht. Bitte kontaktieren Sie sie oder ihn vor einer Nutzung und weiteren Veröffentlichung des Projekts und dessen Materialien.

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