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Button für´n Spruch

Ziel der Aktion „Button für´n Spruch“ ist es, kurze Videostatements von unterschiedlichen Menschen zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Das Thema wird im Vorfeld mit fünf Fragen näher eingegrenzt. Die Teilnehmenden können sich eine Frage aussuchen, diese kurz in eine Kamera beantworten und erhalten dafür einen Ansteck-Button. Die so gesammelten Antworten eignen sich, um beispielsweise einen Vortrag oder eine Unterrichtsstunde zu diesem Thema mit ausgewählten kurzen Video-Statements zu bereichern. Neben der Sammlung verschiedener Aussagen gelingt es bei dieser Aktion gut, mit Besucher*innen ins Gespräch zu kommen.


Anmerkung: Die spätere Verwendung von Video-Statements muss deutlich kommuniziert und die Veröffentlichungsrechte ggf. entsprechend eingeholt werden.

Analoge Variante ohne Video möglich. Geht es in erster Linie darum, unterschiedliche Aussagen und Meinungen zu einem bestimmten Thema einzufangen, so kann dies auch über verschriftliche Aussagen und Antworten erfolgen. Kleine Post-its reichen in der Regel aus, um eine kurze Antwort oder einen assoziierten Begriff zu notieren und dies dann an eine Pinnwand festzuhalten. Ein solches Meinungsbild kann als Einstieg für eine Fortbildung, ein Seminar oder eine Unterrichtsstunde dienen. Zudem bietet es ein schönes Bild für eine spätere Dokumentation.

Anpassung gut möglich. Die hier vorgestellte Aktion wurde u.a. auf der „gamescom“ und dem „Next Level Festival“ erfolgreich mit Fragen aus dem Themenfeld „Ethik und Games“ durchgeführt, lässt sich aber für viele andere Events, Praxisfelder, Zielgruppen und Themen entsprechend anpassen.


Anmerkungen und Ablauf (Beschreibung durchgeführter Aktionen auf der gamescom)

Die gamescom ist eine der größten Messen für interaktive Unterhaltungselektronik und für viele Video- und Computerspieler*innen ein fester Termin, an dem sie nach Köln kommen. Messestände, an denen es kostenlos Merchandise-Artikel oder andere „Gaming-Trophäen“ gibt, sind extrem beliebt. Die Button-Aktion, an denen es Buttons mit Gaming-Motiven gab, hatte entsprechend hohen Zulauf.

Das Institut Spielraum hatte z.B. auf der gamescom einen kleinen Stand (Partnerstand bei der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW auf dem Jugendforum), an welchen wir die beschriebene Aktion durchgeführt hatten. Schon zu Beginn des ersten Durchlaufs zeigte sich, dass die Aktion gut angenommen wurde. Von den ausgewählten Fragen fühlten sich viele Besucher*innen direkt angesprochen, hatten eine Meinung dazu und nicht selten die Gegenfrage, ob sie auch mehrere Fragen beantworten dürften (gerne auch für die entsprechende Anzahl an Buttons). Die Bereitschaft, eine kleine Kamera in die Hand zu nehmen und die Antwort als Video-Statement selber zu filmen war ausgesprochen hoch. Hier hat sich eine Kamera wie die Canon Legria Mini X als sehr geeignet gezeigt, alles sehr überschaubar und einfach gehalten ist und die Filmenden den Monitor so drehen können, dass sie sich selber sehen. Eine ähnliche Funktion bietet jedes Smartphone im „Selfie-Modus“. Abzuraten ist von einem großen Aufbau mit Stativ, extra Scheinwerfern usw. Dadurch würde die Aktion einen anderen Charakter bekommen, die Niederschwelligkeit und den Charme der Handkamera im Selfie-Modus verlieren.

Die Besucherinnen suchten sich eine Frage aus, wurden kurz eingewiesen, wie die Kamera ein- und auszuschalten sei und gebeten, die ausgewählte Frage zu Beginn der Videoaufzeichnug zu wiederholen und dann direkt zu beantworten. Das Einspreche der Frage ermöglichte im Nachhinein, die Videos ohne zusätzliche Einbindung der Frage ungeschnitten verwenden zu können.

Nachdem das Statement fertig aufgezeichnet war, konnten sich die Besucher*innen eines von mehreren Buttonmotiven aussuchen und bekamen direkt ihren eigenen Button gemacht. (Hier sollte im Übrigen darauf geachtet werden, keine Copyrights andere zu verletzen indem man z.B. eine eigene Super-Mario-&-Co-Button-Kollektion anbieten…)

Spätestens beim Anfertigen des Buttons, aber in der Regel auch schon vorher, konnte man sehr gut mit den Besucher*innen des „Button für´n Spruch“-Stand ins Gespräch zu kommen, das Projekt „Ethik und Games“ vorzustellen und sich zu Themen aus dem Projekt austauschen. Bei Bedarf konnte auf konkrete Methoden und Materialien aus dem Projekt hingewiesen werden, die auf der Kompetenzplattform „Digitale-Spielewelten.de“ bereits veröffentlicht wurden.

Fragen der „Button für´n Spruch“-Aktion im Projekt „Ethik und Games“

  • #hatespeech #noobs #spawncamping
    Was nervt Dich am meisten an anderen Spielerinnen und Spielern?
  • #regeln #abzocke #nosavepoints
    Was stört Dich am meisten an Spieleherstellern?
  • #reaktion #logischdenken #sozialverhalten #spielen
    Welche Dinge lernen wir durch Games?
  • #epic #impressed #atmosphäre #erlebnis #gefühl
    Welches Spiel findest Du richtig gut oder grottenschlecht? Warum?
  • #kompensation #aggression #sucht
    Was hältst du von der Killerspiel-Debatte? Glaubst Du, Spiele machen aggressiv?

Diese Methode ist im Rahmen des vom BMFSFJ, der bpb und des MKFFI NRW geförderten Projekts "Ethik und Games" an der TH Köln entstanden.
Details

Dauer

ab 2 Minuten

Sozialform

Einzelarbeit

Methoden-Ziele

Einstieg / Auflockerung, Reflexion, Meinungssammlung

Zielgruppe

Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen, Eltern, Lehrer*innen, Pädagog*innen, Studierende, Hochschullehrende, Multiplikator*innen

Praxisfelder

Freizeit, Events (z.B. gamescom)

Benötigte Materialien

Buttonmaschine, Buttons

Technische Hilfsmittel

Videokamera

Methoden-Autor*in

Institut Spielraum

Institut Spielraum - Medienpädagogik in der digitalen Spielekultur


angelegt an der:

TH Köln
Forschungsschwerpunkt Medienwelten
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Projekt: "Ethik und Games" (2016-2018), gefördert von BMFSFJ, bpb und dem MKFFI NRW.

Ansprechpartner*in: Maike Groen

Kontakt: spielraum@th-koeln.de

Webseite: http://th-koeln.de/spielraum

Autor*innen ohne Profil bei Digitale-Spielewelten.de

Jürgen Sleegers

Institution

Spielraum / TH Köln

Anbieter*innen-Webseite: http://www.th-koeln.de/spielraum

Methodenlizenz

Creative Commons

Der/die Autor*in hat diese Methode unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich. Das bedeutet, dass Sie die Methode mit wenigen Einschränkungen nutzen und ggf. weiterveröffenlichen dürfen.

Die Lizenzbedingungen, unter denen diese Methode und zugehörige Materialien genutzt werden dürfen, stehen online zur Einsicht bereit.

Hier geht es zu den Lizenz-Informationen.

Materialien

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Beschreibung der Methode samt Variante.

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Editierbare Kopiervorlage mit fünf Fragen aus dem Projekt "Ethik und Games".

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Kopiervorlage mit fünf Fragen aus dem Projekt "Ethik und Games".

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Gefördert von

Bundeszentrale für politische Bildung

MKFFI NRW

BMFSFJ
In Trägerschaft von