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Alle anders - alle gleich?

Die Methode eignet sich für verschiedene Altersgruppen. Sie kann gut zu Beginn eines Seminars (auch verkürzt) eingesetzt werden, um eine Grundlage für die Reflexion der eigenen Wahrnehmung zu bieten. Es wird analysiert, welche (indirekten) Bedeutungen Wörter und Darstellungen in digitalen Spielen haben und so für alltägliche Diskriminierung sensibilisiert.

Zunächst erhalten die Teilnehmenden ein Arbeitsblatt (verfügbar über die Materialien), wo sie Begriffe und Redewendungen auf deren implizite Botschaften untersuchen und neutralere Formulierungen dafür finden (Negative Beispiele: Frauenarbeit, schwaches Geschlecht, Schlampe).

In Kleingruppen oder im Plenum wird nun anhand von Leitfragen (ebenfalls in den Materialien) darüber diskutiert, welche Konsequenzen diese Ausdrücke für die Betroffenen haben könnten und wieso diese Wörter wohl entstanden sind. Wichtig ist es darauf zu achten, auch die positiven Beispiele und Formulierungen heraus zu arbeiten.

Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse und dem Erleben von digitalen Spielen. Hierfür werden Spiele aus einem Genre verglichen, die entweder eine Protagonistin oder einen Protagonisten haben (Beispiele: Devil May Cry versus Bayonetta, Super Mario versus Super Princess Peach). Auch hier werden zunächst wieder die versteckten Botschaften herausgearbeitet, indem festgehalten wird:

  • Welche visuellen Eigenschaften haben die Avatare?
  • Was können sie, womit kämpfen sie?
  • Welche Ziele haben sie, was motiviert sie?
  • Was für Botschaften werden damit über Männer und Frauen transportiert?

So kann analysiert werden, welche (indirekten) Bedeutungen Darstellungen in digitalen Spielen haben und für Diskriminierung sensibilisiert werden. Mit Hilfe der angehängten Materialien kann die Methode auch sehr einfach abgeändert werden, um zu Ableismus, Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus und anderen Diskriminierungsformen zu arbeiten.

Im Materialteil finden sich Details und weiterführende Informationen für geeignete digitale Spiele im Bereich gender. Begrüßenswert wäre es, wenn die Spiele von den Teilnehmenden gespielt werden könnten. Alternativ sind Links angegeben, die eine gute Grundlage für die Analyse bieten.

Details

Dauer

30 - 60 Minuten

Sozialform

Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Plenum

Methoden-Ziele

Einstieg / Auflockerung, Sensibilisierung, Reflexion

Zielgruppe

Jugendliche, Erwachsene, Pädagog*innen, Studierende, Multiplikator*innen

Praxisfelder

Schule, Offener Ganztag, OKJA, Freizeit, Studium, Aus- und Weiterbildung

Pädagogische Besonderheiten

Interkulturell, Gender, Die Methode kann sehr einfach abgewandelt werden, um z.B. rassistischen Sprachgebrauch zu reflektieren

Benötigte Materialien

Moderationskoffer, Flipchart, Pinnwand, Stifte und Papier

Technische Hilfsmittel

Computer, Anwendungssoftware, Spielekonsole, Spielesoftware, Beamer, Internetzugang, Steam

Anmerkungen des/r Autor*in

Diese Methode eignet sich für verschiedene Altersgruppen. Sie kann gut zu Beginn eines Seminars (auch verkürzt) eingesetzt werden, um eine Grundlage für die Reflexion der eigenen Sprache und Wahrnehmung zu bieten.

Methoden-Autor*in

Institut Spielraum

Institut Spielraum - Medienpädagogik in der digitalen Spielekultur


angelegt an der:

TH Köln
Forschungsschwerpunkt Medienwelten
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Aktuelles Projekt: "Ethik und Games" (2016-2018), gefördert von BMFSFJ, bpb und dem MFKJKS NRW.

Ansprechpartner*in: Maike Groen

Kontakt: spielraum@th-koeln.de

Webseite: http://th-koeln.de/spielraum

Autor*innen ohne Profil bei Digitale-Spielewelten.de

Maike Groen

Methodenlizenz

Creative Commons

Der/die Autor*in hat diese Methode unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlich. Das bedeutet, dass Sie die Methode mit wenigen Einschränkungen nutzen und ggf. weiterveröffenlichen dürfen.

Die Lizenzbedingungen, unter denen diese Methode und zugehörige Materialien genutzt werden dürfen, stehen online zur Einsicht bereit.

Hier geht es zu den Lizenz-Informationen.

Medien
Materialien

.pdf-Datei

Detaillierter Ablaufplan, Arbeitsblatt, Hintergrundinformationen und Hinweise

Dateigröße: 1,0 MB

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Detaillierter Ablaufplan, Arbeitsblatt, Hintergrundinformationen und Hinweise

Dateigröße: 2,2 MB

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In Trägerschaft von

TH Köln